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Interessiert! Aufgeschlossen! Freundlich!
Ein Gespräch über Eindrücke von der Leipziger Buchmesse.
Leipzig gilt im Vergleich zu Frankfurt als kleine Buchmesse. Als wie groß oder klein hast Du die Messe empfunden?Ich war das erste mal in Leipzig und nie in Frankfurt. Also vergleichen kann ich nicht! Für isländische Verhältnisse schien mir dies alles ziemlich groß! Ich mußte immer wieder erstaunen. Fünf große Hallen und Bücher und Leute überall.
Wie würdest Du das Publikum der Messe beschreiben?
Interessiert! Aufgeschlossen! Freundlich!
Wir haben gehört, bei beiden Lesungen von Dir war der Buchtisch ausverkauft, es gab Schlangen beim Signieren. Die Deutschen lieben isländische Literatur. Was haben sie beim Signieren so gesagt?
Es war eine tolle Stimmung. Die meisten wollten, daß ich eine Widmung in meiner Sprache schreibe! Dann haben wir die Aussprache geübt und gelacht! Einige hatten auch eine Reise nach Island gebucht, wollten erzählen! Andere hatten den Traum mal dahin zu kommen. Alle haben sich auf mein Buch gefreut. Als ich die Leute dann später auf dem Messegelände getroffen habe, sogar in der Stadt, haben alle gegrüßt und gelächelt. Wie gute Freunde es eben tun . . .
Bei der "Langen Nacht" in der Du und Andri Snær aufgetreten sind, waren sogar 400 Besucher. Was war das für eine Atmosphäre?
Eine unglaublich gute Atmosphäre! Die Leute kamen zum Teil mit kleinen Kindern an, die dann einfach einschliefen . . . Also so ein Interesse! Ich hätte es nicht gedacht! Diesen Abend werde ich nicht vergessen!
Was für einen Eindruck nimmst Du von der Messe mit?
Es ist manchmal die Rede davon, daß keine Bücher mehr gelesen werden. Alles gehe bergab . . . Nichts sei so wie früher! Der Eindruck, den ich von der Messe mitnehme, ist, dass dies nicht der Fall ist. Und was ist für einen Schriftsteller wünschenswerter?
