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Isländischer Literaturpreis verliehen

Verleihung des Isländischen Literaturpreises 2009

10.2.2010

Der Isländische Literaturpreis des Jahres 2009 wurde heute feierlich auf dem Amtssitz des isländischen Präsidenten verliehen. Die Preisträger sind der Jungautor Guðmundur Óskarsson und der Geophysiker Helgi Björnsson; Guðmundur Óskarsson erhielt den Preis in der Kategorie Bellestristik für seinen Roman Bankster, erschienen im Verlag Ormstunga, während Helgi Björnsson in der Kategorie Sachbuch für das Buch Jöklar á Íslandi (Gletscher auf Island) geehrt wurde, das bei Opna herausgegeben wurde.

Neben den prämierten Büchern waren weitere acht Bücher für den Preis nominiert, jeweils vier in der Kategorie Bellestristik und vier in der Kategorie Sachbuch. In der Kategorie Bellestrik waren die folgenden Bücher nominiert:

  • Böðvar Guðmundsson: Enn er morgunn (Wieder ein Morgen), Uppheimar 2009
  • Gyrðir Elíasson: Milli trjánna (Zwischen den Bäumen), Uppheimar 2009
  • Steinunn Sigurðardóttir: Góði elskhuginn (Der gute Liebehaber), Bjartur 2009
  • Vilborg Davíðsdóttir: Auður (Auður), Mál og menning 2009


In der Kategorie Sachbuch waren weiterhin nominiert:

  • Kristín G. Guðnadóttir: Svavar Guðnason (Svavar Guðnason), Veröld 2009
  • Árni Heimir Ingólfsson: Jón Leifs – líf í tónum (Jón Leifs – ein Leben in Tönen), Mál og menning 2009
  • Jón Karl Helgason: Mynd af Ragnari í Smára (Ein Bild von Ragnar í Smára ), Bjartur 2009
  • Þórdís Elva Þorvaldsdóttir: Á mannamáli. Ofbeldi á Íslandi (Im Klartext. Gewalt auf Island), JPV 2009

Die prämierten Bücher: Isländische Krise und isländische Natur

Bankster wurde von den Kritikern der Tageszeitung Morgunblaðið schon im letzten Jahr inoffiziell zum ‘besten Krisenbuch' ernannt. Das Buch beschreibt auf einfühlsame und menschliche Weise die Konsequenzen der Wirtschaftskrise für den gewöhnlichen Isländer. Obwohl die Nominierung des Buches für viele äußerst überraschend kam, macht die Preisverleihung den Autoren nun zu einem langfristigen Bestandteil der isländischen Literturszene.

Im Interview mit Sagenhaftes-Island äußerte Guðmundur, dass er selbst sehr überrascht über die Wahl der Kuratoren war. Er arbeitet immernoch in einer Bank, hat aber für den heutigen Tag frei bekommen. Auf die Frage, ob die Verleihung beweisen würde, dass Bankster das “beste Krisenbuch” sei, antwortete der Autor, dass er von dieser Kategorisierung nicht unbedingt begeistert sei. Er hoffe, dass der Roman die Krise überleben und ihr Grundgedanke noch nach dieser Zeit Bedeutung haben werde. Guðmundur ist zur Zeit der Autor des Monats bei Sagenhaftes-Island, wo sein Leben und Werk beschrieben werden und er zusätzlich drei praktische Hinweise gibt, wie man reagieren sollte, wenn man den Isländischen Literaturpreis erhält.

Helgi Björnsson gehört zu den herausragendsten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der isländischen Gletscherforschung. Er forscht und unterrichtet seit fast vierzig Jahren in diesem Bereich und präsentiert seine Ergebnisse unter anderem in diesem Buch. Darin berichtet er über ein einzigartiges Naturphänomen, das die Natur und Kultur Islands über Jahrhunderte geprägt hat. Jöklar á Íslandi beinhaltet die wichtigsten Erkenntnisse der Geschichte der Gletscherforschung, von den Anfängen bis heute. Der Kritiker Guðni Einarsson bezeichnete das Buch im Morgunblaðið als Meisterwerk: „Es öffnet denen die Augen, die Freude daran haben, über die Wunder der isländischen Natur zu lesen. Nach der Lektüre werden sie das Land mit anderen Augen sehen.”


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