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Poesie und planetarisches Engagement

1.12.2009

Der isländische Schriftsteller und Umweltaktivist Andri Snær Magnason wird am 28. Februar 2010 mit dem europäischen Kulturpreis KAIROS der Alfred Toepfer Stiftung F.VS. ausgezeichnet. Das Kuratorium begründete seine Wahl damit, dass der Autor das Verhältnis vom Dichter zur Natur umgedreht und dadurch eine aktive und kämpferische Haltung gewonnen habe. “Poesie und planetarisches Engagement, ästhetisches Empfinden und ziviler Widerstand schließen sich bei ihm nicht aus, sondern bedingen einander“, erläuterte das Kuratorium begeistert.

Ein Grund für die Wahl ist auch Andris Bestseller „Dreamland“ (2006), in dem es sein Anliegen war, die zerstörerische Wirkung der Großindustrie auf die Natur zu demonstrieren. In der Pressemeldung der Alfred Toepfer Stipfung heißt es weiterhin: „Mit viel Humor, Energie und Überzeugungskraft verleiht er einer unideologischen aber kraftvollen Protestbewegung in Island seine Stimme und seine Kreativität.”

Der KAIROS-Preis wird seit 2007 von einem unabhängigen Kuratorium an europäische Kulturschaffende aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Musik, Architektur, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik verliehen. Er wurde nach dem griechischen Gott des „rechten Augenblicks“ benannt und versteht sich als Impuls zu weiterem Wirken.

Die feierliche KAIROS-Preisverleihung wird am 28.02.2010 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg stattfinden.

 


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