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Papas Geheimnis
... wie sie Þórarinn Leifsson in seinem Kinderbuch Papas Geheimnis erzählt
"Wie viele Kinderbücher mag es geben, in denen scheinbar verpatzte Ferien doch noch besonders schön werden, in denen Kinder in die Zukunft oder in ferne Länder reisen, verzaubert werden oder selber zaubern lernen, sich in der Schule zurechtfinden müssen oder in Märchenwelten ... Das Reservoir an Motiven ist riesig und doch auch begrenzt, so scheint es. Aber solch eine Geschichte wie diese gab es wohl noch nie. Was der isländische Autor Þórarinn Leifsson erzählt, bricht alle Tabus," schrieb Irmtraut Gutschke in der Zeitung „Neues Deutschland“ über Þórarinn Leifssons Buch Papas Geheimnis, das in der Übersetzung von Hartmut Mittelstädt bei Leiv erschienen ist.
Tatsächlich ist die Geschichte, die Þórarinn erzählt und mit eindrucksvollen Illustrationen versehen hat, höchst ungewöhnlich: Sidda und Jónas sind zwei scheinbar ganz normale Kinder. Sie lieben es zu faulenzen, Computer zu spielen, ihre Lehrer zu ärgern. Ihr Vater liegt den ganzen Tag auf dem Sofa und schnarcht. Die Mutter verdient das Geld der Familie, indem sie dubiose Telefongeschäfte macht. Schnell wird klar: Der Vater bleibt deswegen zu Hause, weil er für seine Mitmenschen eine Gefahr darstellt: Er ist ein Menschenfresser. Und ausgerechnet der wird von Siddas und Jónas Lehrer zu einem Gespräch unter vier Augen eingeladen...
Als Papas Geheimnis jüngst in Dänemark erschien wurde es von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen. Die bedeutende Kulturzeitung Politiken verglich es mit Klassikern der „Schwarzen“ Kinderbuchliteratur wie Roald Dahl und Ole Lund Kirkegaard:
"Þórarinn Leifsson hat eine wilde und tiefsinnige Geschichte über die schwierige Situation der Kinder geschrieben - und gezeichnet. (...) Er hat sein Buch mit einer gewaltigen Energie selbst illustriert. Bilder und Text ergänzen sich auf effektive Weise."
Ein begeisterter Leser des Dansk BiblioteksCenter (DBC), des Informationsservices für dänische Bibliotheken, schrieb in seiner Leserkritik: "Lies diese verrückte Geschichte oder schenke sie Lesern beider Geschlechter ab 11 Jahren ... Lustige, groteske und ergreifende Illustrationen mit einer einzigartigen Ausdruckskraft ... Das Buch ist leicht zu lesen und sehr unterhaltsam mit all seinem Schrecken .... gut und witzig geschrieben, mit einem ernsten Unterton."
Ein ernster Unterton, in dem das Buch sich nicht nur an Kinder richtet, „die mit ihren Eltern Probleme haben“ (wie der Untertitel es ausdrückt), sondern der sich auch an die Eltern wendet. Indem es die Frage aufwirft: Wie können wir erwarten, dass sich unsere Kinder moralisch richtig verhalten, wenn wir beständig unseren Lüsten und Trieben nachgeben (wie der menschenfressende Vater) oder nichts anderes als Geschäfte machen (wie die am Telefon hängende Mutter)?
Papas Geheimnis ist also ein Buch, das sich an Kinder wie Erwachsene gleichzeitig richtet – wie es jedes gute Jugendbuch tun sollte. Und ein Buch, das bei der gemeinsamen Lektüre einen guten Anlass gibt, um vielleicht einmal über unausgesprochene „Familiengeheimnisse“ zu sprechen.
Weitere Informationen auf der Homepage des Autors www.totil.com und unter www.fathersbigsecret.com
