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Mit einem Mausklick im isländischen Mittelalter

1.7.2010

Die faszinierende Welt der isländischen Handschriften, die zum UNESCO Weltkultur-Erbe gehören, ist jetzt nur noch einen Mausklick entfernt: Die Webseite Handritin heima (etwa: Die Handschriften zu Hause), die sich auf informative und unterhaltsame Weise mit diesem essentiellen Teil der isländischen Kultur beschäftigt, hat seit kurzem auch eine deutsche Version. Am 23. Juni wurde diese Isländische Handschriften benannte Version feierlich im Beisein des isländischen Botschafters Gunnar Snorri Gunnarsson am Nordischen Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel eröffnet.

Prof. Klaus Böldl, Leiter des Nordischen Instituts, hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Webside hervor, die nicht nur Studierenden ein umfangreiches Wissen bietet, sondern auch allen anderen Interessierten hervorragend aufbereitete Informationen zu den mittelalterlichen Manuskripten liefert. 

Laufey Guðnadóttir, Isländisch-Lektorin am Nordischen Insitut und Initiatorin des Projektes, demonstrierte bei der Vorstellung der Seite, wie vielfältig die Welt der mittelalterlichen Handschriften ist, die auf der Webseite vorgestellt wird: vom Herstellungsprozess des Pergaments, über die Schreibprozesse bis hin zur heutigen Entzifferung der Handschriften.

Der isländische Botschafter sagte in seiner Rede, ein kleines Land wie Island sei beständig auf der Suche nach seinem Selbstbild und die Handschriftentradition sei ein wichtiger Teil davon, nicht zuletzt durch die Anerkennung, die diese auch im Ausland erfahren haben, u.a. durch die Aufnahme ins Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Übersetzung der Webseite, die bereits seit einigen Jahren auf Isländisch existierte, wurde von zwei Studenten der Nordischen Philologie in Kiel, Sarah Strühning und Michael Schäfer, unter Aufsicht von Prof. Klaus Böldl und Laufey Guðnadóttir erstellt. Autorinnen der Seite sind Laufey Guðnadóttir ud Soffía Guðný Guðmundsdóttir.

Sagenhaftes Island, das das Entstehen der deutschen Version gefördert hat, gratuliert zu diesem höchst gelungenen Netzprojekt, das mittelalterliche Texte mit neusten technischen Mitteln zugängig macht.

Die Webadresse des Projekts lautet:

www.handritinheima.is/de


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