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Þorsteinn frá Hamri erhält Literaturpreis
Der von den Isländern hochgeschätzte und beliebte Dichter Þorsteinn frá Hamri erhielt am Tag der isländischen Sprache den Jonas-Hallgrimsson-Literaturpreis. Er wurde von der Bildungs- und Kulturministerin Katrín Jakobsdóttir verliehen. Die Jury, bestehend aus den Autoren und AutorInnen Kristín Helga Gunnarsdóttir, Kristján Árnason und Þórarinn Eldjárn, begründete ihre Wahl folgendermaßen:
“Die Jury des Jonas-Hallgrimsson-Literaturpreises kam dieses Mal überein, den Dichter Þorsteinn frá Hamri zu ehren. Þorsteinn frá Hamri dichtet seit einem halben Jahrhundert und zählt zu unseren besten Poeten. Mit gerade einmal zwanzig Jahren verfasste er Lyrik, die alte Versmaße mit einer jüngeren und freieren Form von Dichtung vermischte. In den darauf folgenden Jahren entfachte der Konflikt zwischen alter und neuer Dichtung. Diese Reformation meisterte Þorsteinn auf besondere Weise. Die alte isländische Dichtertradition war dabei in ihm stets tief verwurzelt.”
Der Tag der Isländischen Sprache wird seit 1996 feierlich am Geburtstag Jónas Hallgrímssons, dem 16. November, begangen. Þorsteinns Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und in Gedichtsammlungen auf der ganzen Welt veröffentlicht.
Sein letzter Gedichtband, Hvert orð er atvik (Jedes Wort ist ein Ereignis), erschien im vergangenen Jahr und wurde von den Kritikern einstimmig gelobt:
“Þorsteinn frá Hamri veröffentlichte mit Jedes Wort ist ein Ereignis seinen besten Gedichtband seit vielen Jahren. In diesem Buch steckt gewaltige Durchschlagskraft.”
Þröstur Helgason / Tageszeitung Morgunblaðið
“Es ist so gut wie unmöglich das Werk eines Mannes zu kritisieren, der seine Kunst so beherrscht, dass einem die Worte fehlen. [...] Þorsteinn frá Hamri steht einfach in der ersten Reihe isländischer Lyriker, ob tot oder lebendig, und wird dort, solange es Island gibt, auch bleiben. Jedes Wort ist ein Ereignis ist der beste Beweis dafür.”
Kristján H. Guðmundsson / Tageszeitung DV
