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Musik

MusikBjörk und Sigur Rós sind nur zwei Gewächse aus dem musikalischen Treibhaus Island, das permanent neue Blüten hervorbringt. Die Ausnahmetalente Mugison und Ólöf Arnalds, die Kultband GusGus und der Komponist Jóhann Jóhannsson sowie der Ex-Sugarcubes-Sänger Einar Örn sind nur einige der Protagonisten einer vitalen Szene, in der ganz eigene, originelle Konzepte in intensivem Austausch untereinander und mit anderen Künstlern entstehen.

Inspiriert werden die isländischen Musiker von der reichen traditionellen Gesangskultur einerseits und der internationalen Popmusik andererseits. Typisch ist, anstelle perfekt geglätteter Klänge, musikalische Offenheit und Brüchigkeit zu setzen; eine Respektlosigkeit und Skepsis gegenüber vorgefertigten künstlerischen Lösungen; eine Vorliebe für Rauheit und bewusste Unvollkommenheit, die sich lieber dem Vorwurf des Dilettantismus aussetzt, als sich mit Schubladendenken und eilig produziertem musikalischem Tageserfolg zufrieden zu geben. So sorgt die Musikszene in den Clubs und Kneipen Reykjaviks für einen wilden Stilmix von Elektro-Pop bis Heavy Metal.

Dass zwischen Soundexperimenten und Clubkultur in Reykjavík auch eine innovative, ambitionierte und vor allem international anerkannte Elektronikszene zu finden ist, unterstreicht, wie offensiv isländische Künstler die Herausforderungen der technologischen Revolution annehmen und so lässt sich feststellen, dass mit Musikern und Bands wie Skúli Sverrisson, Hilmar Jensson, Stilluppsteypa, Steintryggur, Ghostigital, Seria, Thor, Ozy und Biogen – um nur einige zu nennen – die spannendsten Synthesen von Popsong und Experiment, Naturklang und Technologie derzeit aus dem Musiklabor Island kommen.

Daneben ist die Zahl derer, die dem klassischen Gesangs- und Musikrepertoire verpflichtet sind ebenfalls nicht gering. Auf vielen Bühnen im Ausland, besonders in Deutschland begeistern isländische Sängerinnen wie Hanna Dóra Sturludóttir, Sigrún Hjálmtýsdóttir (Diddú), der Bassbariton Kristinn Sigmundsson und die Tenore Kristján Jóhannsson, Gunnar Guðbjörnsson oder Bjarni Þór Kristinsson. In viele Konzertsäle der Welt werden die isländischen Symphoniker (Sinfóníuhljómsveit Íslands) eingeladen, um Kompositionen von Jón Leifs (1899-1968), Atli Heimir Sveinsson (Jg.1938), Jón Nordal (Jg.1926), Haukur Tómasson (Jg.1960), Jórunn Viðar (Jg.1918), Hafliði Hallgrímsson (Jg.1941) und Þorkell Sigurbjörnsson (Jg.1938) zu spielen.

 


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