Pressemappe

Film

Berlin_Film

Im isländischen Filmschaffen lässt sich eine Vorliebe für Außenseiter und skurril wirkende Personen, für bizarre Vorfälle sowie für eine Visualisierung von inneren Bildern der ProtagonistInnen ausmachen. Imaginationen visuellen Ausdruck zu verleihen, Emotionen und Gefühlen bildliche Gestalt zu geben, mutet vor dem Hintergrund der isländischen Landschaft mit ihren einzigartigen Farbnuancen und Oberflächenstrukturen, für Nicht-IsländerInnen bisweilen surrealistisch an. Doch dieses Nebeneinander - die in bewegte Bilder übersetzte Durchdringung von Mythos und Moderne, Tradition und Globalisierung - nimmt mit oftmals langen Kamerafahrten und nur sparsam eingesetzten Effekten dem Unvertrauten seine Fremdheit und rückt diese Art des cineastischen Erzählens weitaus näher an den vor allem aus der Literatur bekannten "magischen Realismus" heran. So entstehen Filme, die von der Reflektion des menschlichen Seins, von Poesie und künstlerischer Eigenart geprägt sind.

Stehen für die Zeit von 1904 bis in die späten 1970er Jahre von RegisseurInnen wie Loftur Guðmundsson (1892-1952), Óskar Gíslason (1901-1990), Reynir Oddsson (Jg.1936), Þorsteinn Jónsson (Jg.1946) und Ágúst Guðmundsson (Jg.1947) so sind es vor allem FilmemacherInnen wie Friðrik Þór Friðriksson (Jg.1954), Róbert I. Douglas (Jg.1973), Baltasar Kormákur (Jg.1966), Guðný Halldórsdóttir (Jg.1954), Kristín Ólafs (), Hilmar Oddson (Jg.1957), Ari Alexander Ergis Magnússon (), Ólafur Sveinsson  () und Dagur Kári (Jg.1973), die für den neuen, auch im Ausland viel beachteten isländischen Film stehen.

 

Tipp I

Aktuelle Informationen zum isländischen Film erhalten Sie auf der Webseite des Kvikmyndamiðstöð - The Icelandic Film Centre.

 

Tipp II

Am 28. März 2009 wurde im Þjóðmenningarhúsið – The National Centre for Cultural Heritage, Reykjavik, ISLAND :: FILM  – eine Ausstellung über die Filmgeschichte Islands von 1904 bis 2009 eröffnet. Zu sehen sein wird diese multimediale Ausstellung bis zum Februar 2011. Um neue Produktionen ergänzt, wird sie Teil des Kunst- und Kulturprogramms im Jahr 2011 in Frankfurt sein.

 

 


This website is built with Eplica CMS